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Archäologie bei "Kleververländisch"


Römische Ziegelei bei Berg und Tal (NL)

Im Osten vom Holthurnschen Hof (Berg und Tal, NL) liegen die Reste von einem großen römischen Produktionszentrum für Erdwaren und Dachziegel (Ziegelei). Legionäre von der 10. Legion aus Nijmegen legten diese Ziegelei im 1. Jahrh. an und bauten hier Lehmbacköfen.

Die Lehmgruben in denen für die Ziegelei abgebaut wurde, ist heute noch deutlich sichtbar.

 

Hier mal ein paar Funde (Foto rechts)aus der Nähe dieser Lehmgruben.

Info: Die Fotos wurden von Jörg Berson, Kranenburg zur Verfügung gestellt. Die Funde wurden natürlich gemeldet und er ist im Besitz der Genehmigung nach Paragraph 13 DschG NRW und Ehrenamtlicher Mitarbeiter des LVR Außenstelle Xanten.

Fotos: Jörg Berson
Bild links, eine Armbrustfibel aus der 4 jhd. n.Chr und die Münze ist ein Dupondius Kaiser Vespasian 77 n.Chr.

Foto Jörg Berson, Fundort Wyler, bearbeitet Hoe. 06.6.2020

Foto Jörg Berson, Fundstücke aus dem Kleverländischen

Römische Fundstücke aus dem Kleverländischen!

Links: L. Pomponius Molo 97 v.Chr. Denar 97 v.Chr. Rom. Kopf des Apollo r. mit Lorbeerkranz L POMPON MOLO / NVMA POMIL Numa Pompilius r. mit Lituus, davor Altar, an den der Victimarius eine Ziege heranführt. Cr. 334/1

Rechts: L. Scipio Asiagenus 106 v.Chr. Denar, serratus 20 mm 106 v.Chr. Rom. Kopf des Jupiter l. mit Lorbeerkranz / L SCIP ASIAG Jupiter in Quadriga r., hält Zepter und schleudert Blitzbündel, oben Kontrollmarke N°. Cr. 311/1d;


Eine kurze Dokumentation der der Zoll-Stadtburg Griethausen.

Griethausen wurde 1364 an der Stelle eines älteren Hofes (Griethusen) gegründet. Die zuvor bereits vorhandene Straße nach Kleve, eine Rheinfähre, eine Landestelle für Rheinschiffe, von den Klever Kaufleuten als Umschlagplatz genutzt, begünstigten die Gründung des Ortes.

Ausschlaggebend war vermutlich die seit spätestens 1347 beabsichtigte Verlegung des an die Klever Grafen verliehenen Reichszolles von Nimwegen an diesen neuen, durch seine Verkehrsgunst bevorzugten Ort. Das den Ort konstituierende Zollhaus wurde bereits 1357 erwähnt. Griethausen erhielt 1373 Stadtrechte. Die eng mit dem Zoll verknüpfte Blüte des Gemeinwesens wurde 1385 unterbrochen durch die politisch motivierte Verlegung des Zolls zur Beek in die Nähe des zwischen Kleve und dem Erzstift Köln umstrittenen Xanten. Nur kurzzeitig erhielt Griethausen (1400 bis vermutlich 1420) die alte Funktion als Zollstation zurück. Durch die Verlagerung des Rheins musste die Stadt auf diese Funktion zukünftig verzichten.

Trotzdem wurden wichtige Bauvorhaben im 15. Jahrhundert begonnen und vollendet: um 14001/433 Pfarrkirche, um 1440 Erneuerung der Burg, die seit Mitte des 15. Jahrhunderts Amtssitz eines Richters war, 1457 Kloster.

Die ursprünglich an der Rheinfront gelegene Zollburg ist nicht erhalten.

Nachfolgend archäologische Befunde der Zoll-Stadtburg Griethausen aus dem 14. Jahrhundert. (Fotos: Jürgen Kahler)


Foto: Jürgen Kahler
Fundamente der Zoll-Stadtburg Griethausen 14. Jh.
Foto: Jürgen Kahler
1Zoll-Stadtburg Griethausen 14. Jh.

Foto: Jürgen Kahler
Binnenwand Saal-Küche mit Fundamentierung f. Treppenaufgang
Foto: Jürgen Kahler
Kloake mit Fußbodenrest. Unter dem Fußboden führt ein Gewölbe in den Burggraben

Foto: Jürgen Kahler
Saal im EG, 1 Pfeiler sichtbar
Foto: Jürgen Kahler
Vermutlich Küche im EG

Foto: Jürgen Kahler
Gesamtplan

 
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