"Kleverländisch" unterstützt das "Projekt Spoyland"

 

Das Markenbild Spoyland 

Unser Markenbild zeigt eine Darstellung der Briener Schleuse, im Hintergrund die Schwanenburg. Die Grautöne symbolisieren die Vergangenheit. Die Zukunft hingegen drückt der Markenname aus. Die farbigen Wellen stellen die dynamische Verbindung zwischen Vergangenheit und Zukunft dar.

Die Marke Spoyland steht dabei für:
• den Erhalt der Schleuse in Brienen als technisches Denkmal,
• den Erhalt einer schiffbaren Zuwegung zwischen Spoykanal und Rhein durch den Neubau der „Spoyland-Schleuse“ für Sportboote und kleine Gästeschiffe,
• den Neubau und den Betrieb einer Spoyland-Marina in der Nähe der Klever Innenstadt durch Investoren bzw. Betreibergesellschaften,
• die Bespielung des Spoykanals durch die Schaffung neuartiger Angebote im Wassersportbereich und
• die Stärkung der vorhandenen Wassersportvereine,
• die Nutzung des Kanals und des alten Schleusenbauwerks als Raum für Kunst, Kultur und Bildung,
• die Stärkung des Bewusstseins und der Wertschätzung des historisch-kulturellen und einzigartigen Kleinods am Niederrhein,
• sanften Tourismus, Regionalität und Nachhaltigkeit sowie Inklusion.

So beschreibt der Initiator von dem Projekt "Spoyland, Helmuth Plecker die Zukunft von Spoyland.

Aus all diesen Leitgedanken soll das Spoyland in Zukunft erwachsen und zum Leben erweckt werden…

Wetere Informationen auf; www.spoyland-kleve.de und
www.Facebook.con/groups/StadtLandFlussSchluss

 



Tourismuskonzept „Spoyland“ soll den Erhalt der Briener Schleuse und den Neubau einer Sportbootschleuse unterstützen.

 

Der Klever Förderverein Stadt . Land . Fluss … Schluss? e.V. plant, zusammen mit der Kevelaerer Agentur für Freizeit & Tourismuskonzepte Agata-Linke die Entwicklung eines Tourismus-Konzepts für den Spoykanal, den Klever Hafen und die Briener Schleuse. Damit will sie die Wirtschaftlichkeit der Lösung, für die die Stadt Kleve kämpft, erhöhen und somit die Stadt mittelbar unterstützen. Unter der Marke „Spoyland“ soll ein Konzept, das eine Aufwertung des Areals entlang der Wasserstraße skizzieren soll, entstehen. Finanziert werden soll das Engagement durch Fundraising wie z.B. Spenden, Sponsoring sowie öffentliche Förderungen u.a. aus Landesmitteln.

 

Während der Deichverband den ersatzlosen Abriss der denkmalgeschützten Schleuse in Brienen im Rahmen der erforderlich gewordenen Deicherneuerung weiterhin verfolgt, wie jüngst zu lesen war, und das erforderliche Planfeststellungsverfahren bei der Bezirksregierung Düsseldorf weiter läuft, bemüht sich die Stadt Kleve derweil, ihre Planziele in dieses Verfahren einzuflechten. Diese sind der Erhalt der Schleusenbauwerke als Denkmal sowie der Neubau einer Ersatzschleuse als Sportbootschleuse. Damit verbunden sind allerdings u.a. die Fragen, wer eine solche Schleuse bauen soll und wie sich eine solche Maßnahme finanzieren ließe.

 

Um Antworten über alle erforderlichen baulichen Maßnahmen zu erhalten sowie über die anfallenden Kosten all dieser Bautätigkeiten nicht nur an den Schleusenbauwerken, sondern auch an den Wasserstraßen, soll eine Machbarkeitsstudie Auskunft geben. Sie wurde von der Stadt Kleve veranlasst. „Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) werden die Stadt Kleve, nach haushaltsrechtlichen Vorgaben, bei der Überprüfung der Machbarkeit eines Rheinanschlusses unterstützen.“, erklärte der Leiter der Abteilung Wasserstraßen des Ministeriums, Dr. Norbert Salomon zuvor gegenüber der Stadt Kleve. Das bedeutet heute konkret, dass der Bund die Kosten dieser Machbarkeitsstudie übernehmen wird.

 

Nach Auskunft der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung fanden im Jahr 2013 insgesamt 941 Schleusungen in Brienen statt. In den Jahren zuvor waren es deutlich weniger, nachdem die sich die Frachtschifffahrt aus Kleve zurückgezogen hatte. Im Jahr 2011 befuhr das letzte Binnenschiff den Spoykanal. Seitdem bis zur endgültigen Schließung der Schleuse wurde sie ausschließlich durch Sport- und Ruderboote, fiskalische Befahrung sowie Fahrgastschiffe genutzt. Seitdem marodiert das Denkmal.

 

Der Spoykanal inkl. Schleuse und Hafenareal besitzt heute ein erhebliches Ausbau-Potenzial für Tourismus und Naherholung. Da mit einer bedeutsamen Frachtschifffahrt auf dem Kanal in Zukunft nicht mehr zu rechnen ist, sollte das Ensemble Schleuse – Spoykanal – Klever Hafen weiterentwickelt werden mit dem Ziel, neue bzw. zusätzliche Touristenströme nach Kleve zu generieren. Die Anbindung des Spoykanals als eine der ältesten Wasserstraßen Deutschlands an den Rhein bietet hierfür die ideale Bedingung.

 

Es sollen mit Spoyland auch Touristen und Naherholungssuchende angesprochen werden, denen Kleve entweder bislang nicht bekannt war sowie oder solche, die bisher vorwiegend andere Ziele angesteuert haben. Gerade durch die derzeitige Corona-Krise wird sich ein Wandel in der Tourismusbranche abzeichnen. Ziele innerhalb unseres Landes werden wieder zunehmend gefragt sein und das über die Krise hinaus. Die Branche stellt sich darauf ein. Durch eine steigende Anzahl von Gästen, die per Boot über den Rhein nach Kleve reisen, würde auch die Zahl der Schleusungen in Brienen bei wiedereröffnetem Durchgang durch den neuen Deich steigen, die Gastronomie und der lokale Einzelhandel könnte durch zusätzliche Kunden einen Mehrwert erfahren, die Wasserqualität des Kanals dürfte sich durch einen höheren Wasseraustausch an der Schleuse verbessern und nicht zuletzt ließe sich die Wirtschaftkeitsbetrachtung einer neuen Schleuse steigern. Die Verbesserung der Wasserqualität wird auch für die lokalen Wassersport- und -freizeitvereine und -initiativen wichtig sein.

 

Mit Monika Agata-Linke steht dem Klever „Schleusen-Förderverein“ eine ausgemachte Fachfrau in Sachen Tourismus und Kultur zu Seite. Neben ihrer Kevelaerer Agentur für Freizeit- und Tourismus-Konzepte engagiert sich sie sich mit Themen wie „Destinations-Management“ und „Inklusion im Tourismus“ als Dozentin an der Hochschule Rhein-Waal sowie als Projektmanagerin für zahlreiche Tourismus- und Kultur-Projekte im In- und Ausland. Zudem verfügt Frau Agata-Linke über ein ausgedehntes Netzwerk in diversen politischen Ebenen und in der Wirtschaft.

 

Einbezogen in die Ausarbeitung der Spoyland-Studie soll eine Bürger-Wertstatt werden, in der die interessierten Bürger- und Bürgerinnen über die Potenziale informiert werden und sie sich mit ihren Wünschen und Anregungen einbringen können. Die anfallenden Kosten sollen öffentlich gefördert werden. Der Förderantrag wird in den nächsten Wochen eingereicht – die Vorgespräche mit dem Landesministerium, das die Bewilligung der Gelder erteilen soll, verliefen bereits in eine positive Richtung. Die Terminierung der Bürger-Werkstatt wird jedoch abhängig sein von der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie.

 

Mit der Studie sollen möglicherweise auch Betreiber- und Investorenmodelle ergründet werden für den Bau und den Betrieb einer Schleuse in Brienen.

 

Der Verein Stadt . Land . Fluss … Schluss? e.V. hat sich aus der Arbeitsinitiative des Klevers Helmuth Plecker (die den gleichen Namen trug) heraus gegründet. Aus diesem Engagement ergab sich auch die Gründung des Uedemer Schleusen Verein Brienen e.V. Beide Vereine verfolgen das primäre Ziel, die Schleuse in Brienen sowie die Anbindung des Spoykanals an den Rhein zu erhalten. Sie unterscheiden sich allerdings in ihrer Vorgehensweise.

 

Es ist nicht die Strategie der Mitglieder des Vereins Stadt . Land . Fluss … Schluss? e.V. den Deichverband sowie das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt zu kritisieren oder ihnen Kompetenz abzusprechen. Um eine gewünschte Kehrtwende ihres Vorhabens zu erreichen und den ersatzlosen Abriss der Schleuse verhindern zu wollen soll vielmehr u.a. die Stadt Kleve bei der Verfolgung des Ziels, den Erhalt der Anbindung des Spoykanals an den Rhein und der Briener Schleuse, mittelbar mit den ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen unterstützt werden. Für den Verein ist es daher unerlässlich, auch in Zukunft neben der Tourismus-Studie auch auf andere vielfältige Weise auf sich und auf das Spoyland-Gebiet aufmerksam zu machen, um die Klever Einwohner ebenso wie Besucher für die besonderen Potenziale zu begeistern.


 
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