Hier finden sie Kleverländische Projekte!

Solche die abgeschlossen sind und solche die in Planung sind.

Zur Durchführung der Projekte werden aktive Mitstreiter gesucht.

 

 

 


"Projekt Online Stammtisch"


Kleverländisch plant einen Online-Stammtisch"

Wir suchen dringend Mitstreiter die mithelfen diesen Stammtisch einzurichten.

Kontakt: k-h-hoe@t-online.de

 

 

 


"Projekt Burg Klarenbeck"


Wir wollen die Burg mal schön im Dorf lassen!

 Die Mitglieder der Initiative „Projekt Burg Klarenbeck“ sind auf den Spuren der fast vergessenen Burg Klarenbeck in Nütterden.


Foto-Animation: Hoe. 2020
Von den Sieben Quellen bis Burg Klarenbeck in Nütterden

Foto: Hoe.2020
Von den "Sieben Quellen" bis zum "Bausenhof"

Von den „Sieben Quellen“ bis zum „Bausenhof“. Hier beginnt die Geschichte der Burg Klarenbeck. Die Entstehung der Burg ist eng mit der Geschichte des Dorfes Nütterden verbunden.

Als im Jahre 720/21 Graf Eborin (ein Graf im Düffelgau) an Willibrord für seine Kirche in Rindern Grundbesitz und ihre Hörigen schenkte, waren dies die Geburtsstunde des Dorfes Nitri (Nütterden).

Für den Klever Historiker Friederich Gorissen ist klar, die Schenkung des Grafen in Nitri (Nütterden) umfasst drei Häuslerfamilien und für ihn gibt es keinen Zweifel an der Lage des Saalhofes und der zugehörigen Katen; der Haupthof ist der Bausenhof am linken Ufer der klaren Beeke; die Katen liegen aufwärts entlang der Beeke, die im Reichswald (Sieben Quellen) entspringt.

Die Grenze des Landes Kranenburg gegen das Land Kleve war die „Klare Beeke“, deren Weiher (Mühlenteiche) noch zur Grafschaft Kleve gerechnet wurde.

Da das Land Kranenburg nach dem Jahre 1260 an eine klevische Seitenlinie gelangte, lag es im Interesse der Grafen von Kleve, sich durch die Anlage einer Burg am Ausfluss der Klaren Beeke zu behaupten. Dies muss noch vor dem Ende des 13. Jahrhunderts geschehen sein.


Die erste schriftliche Erwähnung der Burg Klarenbeck erfolgte am 28. April 1300, als der Schreiber (Notar) von Graf Dietrich, ein Johannes de Clarenbeke, einen Altar auf seinem Hause Klarenbeck stiftete. Dieser Johannes de Clarenbeke, der im Januar 1345 noch lebt und vor dem 10. Sept. 1350 gestorben ist, hatte zweifellos seinen Namen von dieser Burg.

Foto: Hoe.2019 Urkunde

Foto: Hoe. 2020

 

 

Lage und Beschreibung der Burg Klarenbeck

Kartenausschnitt, aus Christian Sgrooten Atlas Bruxellensis von 1573


Auf der klevischen Katasterkarte von 1734 ist die Burg Klarenbeck als vier flügelige Anlage mit Innenhof, von einem Wassergraben umgeben dargestellt. Der Eingang der Burg wird im Nord-Westen über eine Brücke des Burggrabens erreicht.

Links auf der Katasterkarte ist der Bausenhof und oben rechts ist die Wassermühle eingezeichnet. Der Bausenhof, ein Nebengebäude der Burg diente als Wirtschaftsgebäude zur Unterbringung von Korn, Vieh und Gerätschaften. Zwischen Burg und Wassermühle liegt der Mühlteich (Die Weert), die von der Klarenbeeke (heute Renneken) gespeist wird.

Foto: Hoe.2019
Ausschnitt Klever Katasterkarte1734

Foto:Hoe. 2019
Ausschnitt Katasterkarte von 1774

 

 

Auf einer Katasterkarte von 1774 ist die Burg Klarenbeck nur noch gestrichelt eingezeichnet. Es ist anzunehmendas die Burg zu diesem Zeitpunkt nicht mehr existiert.


 Bewohner der Burg Klarenbeck

In der über 500-jährigen Geschichte von Burg Klarenbeck, gab es durch Erbteilung mehrere Familien, die auf der Burg lebten.

Am 28. April 1300 bewohnt ein Johannes de Clarenbeke, Schreiber des Grafen von Kleve die Burg. Er wird auch als Erbauer der Burg genannt. Nach ihm hat sie ihren Namen „Burg Klarenbeck“ (Clarebeik) bekommen.

1344. Noch vor seinem Tode belehnt Graf Johan von Kleve, Herr von Linn und Domdechant zu Köln und als Erbe Besitzer einiger Güter und Gerechtsame im Lande Kranenburg, am 5. Juni 1344 den Didderik van Benthem mit seinem „Haus te Clarenbech“ und den zugehörigen Gerechtsamen.

1438 November 10 überträgt Herzog Adolf von Cleve, seinem natürlichen Sohn Johann von Cleve (Bastard), genannt Blankenstein den Hof zu Clarenbeck mit allen dazu gehörigen Ländereien.

In ihrer über 500 Jahre alten Geschichte hatte die Burg Klarenbeck durch Erbteilung und Verkauf mehre Eigentümer und Bewohner. Adelige Herrschaften, Kriegshelden und Minnesänger, Gelehrte und Kirchen Fürsten hat die Burg einst in ihren Mauern beherbergt. Heute ist nichts mehr von der Burg zu sehen. Lediglich die alten, meterdicken Grundmauern der Burg befinden sich noch unter der Grasnarbe, auf dem Gelände des Bausenhofes. Leider ist die Burg auch weitgehend aus dem Gedächtnis der Bürger verschwunden, obwohl Besitzer und Bewohner der Burg Klarenbeck über 500 Jahre die Geschicke der Menschen in der Region gelenkt haben.

Nach der Zerstörung von Burg Klarenbeck im 18. Jahrh. durch die Spanier, die von hier aus Nijmegen belagerten, wurden die Klarenbeck’schen Güter an verschiedene Interessenten verkauft. Diese Güter, Höfe, Mühlen und Ländereien der einstigen Herrlichkeit Klarenbeck wechselten mehrmals die Besitzer.

Foto: Hoe. 2020
Hier sind die Wappen der Eigentümer und Bewohner von Burg Klarenbeck dargestellt.

Foto: Hoe. 2018

Gründung der Initiative „Projekt Burg Klarenbeck“

Im Sommer 2018 gründete sich die Initiative „Projekt Burg Klarenbeck“. Fünf Geschichts-interessierte fanden  sich zusammen, um die fast vergessene Geschichte der Burg Klarenbeck aufzuarbeiten.

Im Jahr 2020 bekam die Initiative professionelle Unterstützung von Mosaik-Kleve e.V. In Form einer Arbeitsgruppe innerhalb des Vereins, konnte nun noch intensivere Forschung betrieben werden. Viele Gespräche und Recherchen waren notwendig, um ein klares Bild von der ehemaligen Wasserburg in Nütterden zu bekommen. Dabei kamen Schritt für Schritt interessante Ergebnisse zu Tage.


 

Nicht, wie im Allgemeinem angenommen, stand die Burg beim heutigen „Haus Klarenbeck“, dem ehemaligen Elsenhof, sondern vielmehr muss die Burg auf dem Gelände des Bausenhofes verortet werden.

Die heutige Ansicht des früheren Elsenhofs, der seit Anfang des 19. Jahrhunderts Haus Klarenbeck genannt wird und seit 1976 von dem Bildhauer, Baron Dieter von Levetzow bewohnt wird.

Foto: Hoe. 2018
Das heutige "Haus Klarenbeck"

Foto: Hoe. 2018
Wiederentdeckte Artefakte von 1979

 

 

 

Über 40 Jahre waren die Artefakte, die bei Baggerarbeiten 1979 gefunden wurden, verschollen. Die Initiative spürte sie mit Hilfe von Herrn Dercks auf dem Speicher eines Stalles auf, reinigte sie und kann sie nun zur Alters- und Provienzbestimmung aufbereiten.


Foto: Hoe. 2018
Begehung 2018 über das frühere Burggelände
Foto: Hoe. 2018
Fund einer spanischen Münze aus dem Jahre 1578

 

 

 

Bis zum Jahre 2018 war keine Ansicht der Burg in Nütterden bekannt. Bis ein Unterstützer der Initiative; Mirko Huth in einem Archiv in Dresden, eine erste Abbildung von Burg Clarenbeck aufspürte.

Foto: Hoe. 2018
Abbildung: Burg Clarenbeck, aus Beschreibung der Fürstentümer, Seite 27

Foto: Hoe. 2019

 

 

 

 

Mit Hilfe der Georeferenzierung-Methode, konnten Mitarbeiter des Vermessungsbüros Diedenhoven aus Goch den früheren Standort der Burg Klarenbeck bestimmen.

 


 

 

 

 

Übersichtsfoto: Der Bausenhof, die Wassermühle, der Mühlteich, die Klare Beeke und die die Burg Klarenbeck bildeten schon im 13. Jahrhundert eine Einheit.

Foto: Hoe. 2020

Foto: Hoe. 2021

 

 

Aufstellung einer Geschichtstafel am 20.02.2021 in der Nähe des früheren Burgenstandortes am Bausenhof.


Es ist geschafft!

Von links nach rechts stehen die Mitglieder der Initiative „Projekt Burg Klarenbeck“: Ralf Verhoeven, Claus Schütt, Karl-Heinz Hoenselaar, Hermann- Josef Brendieck, Manfred Kromwijk und Paul-Josef Heister an der Geschichtstafel.

Die Geschichtstafel stellt einen kurzen Ausschnitt aus der wechselvollen Geschichte von Burg Klarenbeck dar.

Die wurde mit Unterstützung von Mosaik-Familienkundliche Vereinigung für das Klever Land e.V. und dem Heimatministerium NRW möglich gemacht.


Das Team Initiative "Projekt Burg Klarenbeck" in Nütterden.

 
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